Grosse Keilrahmen bespannen |
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Wie bespanne ich große Keilrahmen mit Leinwand? |
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Bei sehr großen Bildformaten stellt sich immer wieder die Frage
wie bespanne ich Keilrahmen mit Leinwand am effizientesten, ohne dass sich
der Bildträger nach dem Grundieren oder später nach der Fertigstellung
der Malerei verzieht. Viele Maler wählen nicht den fabrikfertig bespannten Leinwandkeilrahmen
vom Fachhandel für Künstlerbedarf, sondern erwerben die Keilrahmenleisten mit Spannkeilen
und eine bevorzugte Malerleinwand als Meterware gesondert. Bei großen Keilrahmen sind
stabilisierende Keilrahmenkreuze unumgänglich. |
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Je größer die Formate der Leinwände gewählt werden, desto stärker und reißfester muss auch die verwendete Malerleinwand sein. So zählen Nessel-Leinwand und Baumwolltuch mit Leinenoptik neben der klassischen Rohleinwand zu den idealen Bespannungen für Malgründe von großen Ölbildern, Acryl- und Gouachemalereien. Ein wichtiges Werkzeug zum Bespannen grosser Keilrahmen ist eine Spannzange, die das
Stretchen des Maltuchs über die lange Fläche erleichtert und eine gleichmäßige
Oberflächespannung des ganzen Bildträgers ermöglicht. |
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Beginnen Sie das Bespannen eines Keilrahmens beim Bildmittelpunkt, den Sie erstmal über die Mitten der Seitenlängen fixieren. Danach unterstützen Sie die Spannung dieses Mittelpunkts durch die Befestigung der Diagonalen zwischen den Eckpunkten der Bildfläche. Das Maltuch sollte nur so festgespannt sein, dass es auf Druck noch ein wenig nachgeben kann. Sie sollten immer darauf achten, dass Sie den Baumwollstoff gleichmäßig spannen, aber nicht bis zum letztmöglichen Zug, da sich jedes Leinengewebe während des anschließenden, feuchten Grundiervorgangs noch einmal deutlich zusammenziehen wird. Solchermasen überdehnte Leinwandbespannungen werden jede große, stabile Keilrahmenkonstruktion unweigerlich verziehen und es wird kaum gelingen, diesen verzogenen Malgrund plan an eine Wand zu hängen. Dann spannen Sie entlang der Längsseiten die einzelnen Segmente zwischen den Querstreben der Keilrahmenkreuze. Gehen Sie jeweils von der Bildmitte in Richtung Eckpunkt und spannen Sie je beide Seiten eines jeden Teilsegments bevor Sie zum nächsten übergehen. Üben Sie, neben der Zugspannung zur Bildmitte, auch immer einem leichten Zug zu den Eckpunkten hin aus. Es ist außerdem von großer Bedeutung, dass Sie die Gewebestruktur beachten und
Kette und Schuss der Gewebefasern parallel zu den Keilrahmenrändern verlaufen lassen.
Tackern Sie das Leinenmaltuch in gleichgroßen Abständen von maximal 10 cm entweder
an den Seitenkanten oder auf der Rückseite des Keilrahmens, so dass am Leinwandrahmen keine
Befestigungsklammern zu sehen sind. Dies lässt Ihnen die Möglichkeit das vollendete Gemälde
ohne zusätzlichen Bilderrahmen zu präsentieren. |
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Nachdem beide Längsseiten des Keilrahmens festgetackert sind, können Sie die beiden
Kurzseiten mit Leinwand bespannen. Arbeiten Sie wieder von der Rahmenmitte zu den Ecken hin und
spannen Sie das Maltuch gleichmäßig und ohne das Tuch zu überdehnen. Jedermann
spanne Leinwand auf Keilrahmen mit individueller Zugkraft, doch vermeiden Sie auf alle Fälle
eine Überspannung des Malertuchs. |
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Geeignete Leinwandmeterware zum Bespannen von grossen Keilrahmen ist kräftiges Reinleinen,
starkes Baumwollgewebe, Nesselleinwand und grobe Rupfenleinwand, welche den Malgrund mit einer
deutlich sichtbaren Eigenstruktur prägen wird. Sollte das bemalte Leinentuch nach Jahren uneben
oder wellig werden, ermöglichen Ihnen die Spannkeile in den Ecken des Keilrahmens das fertige
Kunstwerk noch leicht nachzuspannen. |
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